Lieber Philo Poesie,
dein Text lebt von seiner erstaunlichen Einfachheit. Die drei kurzen Zeilen tragen ein ganzes Lebensgefühl: dass das Leben so leicht und flüchtig sein kann wie ein Atemzug Wind auf der Haut. Besonders stark finde ich, dass du das Große – das eigene Leben – nicht erklärst, sondern im Kleinen andeutest. Der Wind, der über die Wange streicht, wird zu einem Moment, in dem Zeit, Existenz und Wahrnehmung sich fast berühren.
Gerade diese Reduktion macht den Text poetisch: nichts wird ausformuliert, nichts wird festgehalten, und doch bleibt das Gefühl von Vergänglichkeit sehr präsent. Das passt gut zu dem Gedanken, dass die Kürze des Lebens sich vielleicht gerade in solchen unscheinbaren Augenblicken zeigt.
Viele Grüße
Rolph David06.03.2026